Autoren: Mareen und Juliane

Das Hundertwasser Haus in Wien

Biographie von Hundertwasser

Am 15. Dezember 1928 wird Friedrich Stowasser in Wien geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt stirbt sein Vater, ein technischer Beamter und Offizier. Mit sechs Jahren malt Friedrich seine ersten Bilder. 1948 erlangt er seine Matura und verbringt drei Monate an der Akademie der bildenden Künste bei Professor Robin Christian Andersen. Er beginnt zu reisen und René Brô, bei dem er dann in Paris wohnt. Außerdem nimmt er den Künstlernamen Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser an. 1958 heiratet er, lässt sich aber bereits 1960 wieder scheiden. Er gründet 1959 mit Ernst Fuchs und Arnulf Rainer eine universelle Akademie aller kreativen Richtungen genannt das "Pintorarium". In den folgenden Jahren feiert er große Erfolge und erhält viele Preise. 1966 wird der erst Dokumentarfilm über Hundertwasser gedreht. Er reist weiterhin viel, macht Wanderausstellungen und hält diverse Reden. 1972 stirbt seine Mutter. 1974 beginnt seine Weltausstellung "Österreich zeigt den Kontinenten Hundertwasser" in Paris. Sogar in Amerika ist er so berühmt, dass in Washington DC am 18. November 1980 der "Hundertwasser Day" eingeführt wird. Am 19. Februar 2000 stirbt Hunderwasser an Herzversagen im Pazifischen Ozean an Bord der Queen Elizabeth der Zweiten. Er wird auf seinem Land in Neuseeland, im Garten der glücklichen Toten, in Harmonie mit der Natur unter einem Tulip Tree begraben.

 

 

 

Hundertwassers Werke

Zu Hundertwassers wichtgsten und bekanntesten Werken gehört u.a. der Umbau des Schiffs zur "Regentag" in Venedig, er entwirft Briefmarken und Telefonkarten, gestaltet die St. Barbara- Kirche neu und das Fernwärmewerk Spittelau, stellt KunstHausWien fertig, gestaltet das Martin-Luther-Gymnasium in Wittenberg um und arbeitet an diversen Architekturprojekten. Außerdem ist Hundertwasser stark politisch engagiert: Er entwirft die Friedensfahne für den Nahen Osten, setzt sich für die Umwelt ein und protestiert in Reden und mit Projekten gegen die Kernkraft. Auch als Österreicher ist er sehr aktiv und plädiert für die Beibehaltung des bisherigen Erscheinungsbildes der österreichischen Autokennzeichen, außerdem setzt er sich gegen den Beitritt Österreichs zur europäischen Union ein. In Wien findet man eins seiner wohl berühmtesten Werke:

 

Das Hundertwasser Haus

Es ist eine seit 1985 bestehende kommunale Wohnanlage, die an der Ecke Kegel- und Löwengasse zu finden ist. (Straßenbahn Nummer 7 oder U-Bahn Linien U3/U4) Das Hundertwasser Haus ist eins der eindruckvollsten Gebäude in Wien. Es stellt fast alle Baurichtlinien auf den Kopf. Es gibt keine geraden Linien, wenig ebene Flächen und kaum Symmetrie. Es wachsen Bäume aus den Fenstern und Gras auf dem Dach. Es fehlt die Ordnung, das Gleichmaß und die Regelmäßigkeit. Der österreichische Maler und Ökoapostel Freidensreich Hundertwasser, dem gerade Linien ein Greuel sind, durfte sich zwischen grauen Mietskasernen mit diesem Wohnhaus selbst verwirklichen. Er verwendete keine Kunststoffe, dafür viel Ziegelmauerwerk und Holz. Der Wohnbau ist nach dem Stephansdom die meistbesuchte Touristenattraktion Wiens. Hundertwasser selbst hat über sein Haus in Wien folgendes Gedicht geschrieben:

 

Hundertwasser-Haus Wien (1977-1986)

 

Ein Haus

ein ungewöhnliches Haus

dass nicht den üblichen Normen und

Klischees

der scholastischen Architektur entspricht

 

ein Haus

von einem Maler erdacht und gestaltet

ein Abenteuer der modernen Zeit

eine Reise in ein unbekanntes Land

 

eine Reise in das Land der kreativen Architektur

wo es das Fensterrecht gibt und die Baummieter

die nicht- reglementierten Unregelmäßigkeiten

den Wandel-Gang

um die Wälder auf dem Dach

die Spotanvegetation

und die Schönheitshindernisse

 

die Reise in das Land

wo Natur und Mensch

sich treffen in der Schöpfung

ein Bericht über das erste freie Haus

 

ein Maler träumt von Häusern

und einer schönen Architektur

in der der Mensch frei ist

 

und dieser Traum wird Wirklichkeit

 

Hundertwasser